Deutschland, 2000
Regie: Jochen Hick
Darsteller: Tom Wlaschiha u.a.
„Nessun dorma“ – „Niemand schlafe!“ – Oder auch „No one sleeps“. Meinetwegen. So ‘ne schöne Arie aus „Turandot“. Pavarottis Paradestück. Und diese Arie hat sich der Film als Grundthema genommen… und wird zu Tode geträllert. Grauslich!Die Story ist einfach nur hahnebüchen: Ein junger, deutscher, schwuler Medizinstudent ist auf den Spuren einer Verschwörung. In den 80er Jahren hätten amerikanische Wissenschaftler (mit Hilfe seines Vaters) bei der Forschung nach biologischen Kampfstoffen das Aids-Virus entwickelt und an Gefängnis-Insassen getestet. Von dort aus hätte es sich über den ganzen Planeten verbreitet.
Der junge Mann reist nach San Francisco, um Beweise zu suchen. Aber ein Serienmörder ist ihm immer einen Schritt voraus und bringt die Infizierten um. Nebenbei wird auch noch die Handlung von „Turandot“ mit eingeflochten, also die Geschichte des Prinzen, der drei Rätsel zu lösen hat. – Sehr subtil… *räusper*
Für gute Schauspieler hat das Budget nicht gereicht. Das ging vermutlich für den Flug nach San Francisco drauf. Warum man dann nicht wenigstens aus dieser Stadt das Beste mitgenommen hat, ist unerklärlich. San Francisco hätte sicherlich sehr viele schöne Ecken zu bieten, aber dargestellt wird’s wie der Hinterhof von Wanne-Eikel.
Und warum dann auch noch alles auf gebrochenem, schlechten Englisch gedreht wurde, ist auch nicht zu verstehen. Hat sich da vielleicht jemand der Hoffnung hingegeben, daß der Film ein internationaler Erfolg werden könnte?
Der Plot an sich hätte vielleicht unter Hollywood-Bedingungen einen guten Film abgegeben (wobei die Verschwörungstheorie immer noch hahnebüchen bleibt), aber das hier war ein einziger Mist. Lediglich Tom Wlaschiha ist recht nett anzusehen und versucht sein Bestes, auf Englisch zu agieren.
Muß man sich jedenfalls nicht antun.
No One Sleeps (OmU)
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