Leben tötet mich

leben-totet-mich.jpgVivre me tue (OmU)

Frankreich, 2002
Regie: Jean-Pierre Sinapi
Darsteller: Sami Bouajila, Jalil Lespert u.a.

Was ist bloß aus dem großen französichen Kino geworden? Nach „Felix“ ist hier wieder Sami Bouajila zu sehen. Aber während er in „Felix“ noch sympathisch und leidlich gut aussah, wirkt er in „Vivre me tue“ nur noch langweilig bis abstoßend. Jalil Lespert dagegen als leicht debiles Bodybuilding-Bruderherz eine Augenweide. Dafür hat er überhaupt kein schauspielerisches Talent. – Nun weiß man nicht, ob man froh oder traurig sein soll, daß es weniger um ihn geht als um seinen großen Bruder.

Die Story? Es geht um die Brüder Paul und Daniel, Kinder marokkanischer Eltern, die in Paris leben. Paul hat studiert, will Schriftsteller werden, trägt aber Pizza aus, weil er sonst keinen Job findet (woran er übrigens selber schuld ist). Sein dümmlicher Bruder Daniel hat sein Leben dem Bodybuilding verschrieben, ist aber nicht sonderlich erfolgreich. Er folgt einem Liebhaber nach Hamburg, tritt in einer Sexrevue auf, landet aber bald durch seinen Anabolikamißbrauch im Krankenhaus.

Was der Film aussagen wollte? Keine Ahnung! Vielleicht muß man die Novelle von Jack-Alain Léger lesen, ums zu verstehen. Vielleicht kann man sich das aber auch sparen. Die Mühe lohnt nicht wirklich.

Warum der bei Amango unter der Kategorie „Gay/Lesbian“ läuft, ist auch ein Rätsel. Das Cover ist die reinste Mogelpackung! Eigentlich hat der Film auch hier nichts zu suchen, denn von der Homosexualität des Bodybuilding-Bruders bekommt man nicht allzu viel mit. Wollte den Film aber erwähnen, falls jemand tatsächlich auf die Idee kommen sollte, sich ihn wegen der angeblichen schwulen Thematik (die – ich sag’s nochmal! – nicht vorhanden ist) auszuleihen oder gar zu kaufen. Wer’s trotzdem nicht bleiben lassen kann, soll hier klicken!

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