USA, 2005
Regie: John G. Young
Darsteller: Wayne Lamont Sims, Darien Sills-Evans, Pamela Holden Stewart, Margaret Burkwith u.a.
Der schwarze Maler Martin lebt mit der Französin Jeanette in einem idyllischen Landhaus in Connecticut. Zunächst sieht alles nach einer harmonischen Ehe aus. Als Jeanettes Tochter Sierra mit ihrem frischangetrauten Ehemann Andrew aus New York zu Besuch kommt, beginnt die Fassade zu bröckeln: Martin ist in Wahrheit schwul, Jeanette ist Alkoholikerin und von der gesamten Männerwelt enttäuscht. Im Suff tyrannisiert und beschimpft sie Martin, der dennoch zu ihr hält.
Aber auch bei der Tochter ist alles nur Fassade: Andrew ist in Wahrheit ein schwuler Callboy, den sie angeheuert hat, um an das Vermögen ihrer Großmutter zu kommen (das sie nur frühzeitig bekommt, wenn sie verheiratet ist).
Andrew verliebt sich aber in den HIV-positiven Martin. Und am Schluß steht Martin vor der Wahl, ob er bei Jeanette bleibt oder mit Martin in die Großstadt zieht…
Autorenkino. Was soll man mehr sagen? Hat seine schönen und guten Moment, aber insgesamt einfach zu zäh und langweilig. Die Darsteller einer schlechter als der andere (vor allem dieser Andrew). Die Dialoge für die Katz’. Pluspunkte: Schöne Landschaft und ein wirklich nettes Häuschen mit angenehmer Inneneinrichtung.
Die Produktionskosten lagen angeblich nur bei 5000 Dollar. Dafür ist er dann gar nicht so übel. Aber extra die DVD kaufen? Vielleicht mal ausleihen.
Muß zwar auch nicht unbedingt sein, aber man wird wenigstens mit einem kleinen Extra belohnt: Denn allemal interessanter als der Hauptfilm ist der norwegische Kurzfilm:
„Ein Kuss im Schnee“
Kysset som fikk snøen til å smelte (OmU)
Norwegen, 1997
Regie: Frank Mosvolt
Eine nette, kleine, rührende Coming-of-Age-Geschichte. Einen kleinen Einblick gibt’s hier. Dieser Film befindet sich allerdings auch in der Kurzfilm-Sammlung „Kostbare Augenblicke“.
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