The Mostly Unfabulous Social Life of Ethan Green

mostly_unfabulous_social_life_of_ethan_green.jpg The Mostly Unfabulous Social Life of Ethan Green

USA, 2005
Regie: George Bamber
Darsteller: Daniel Letterle, David Monahan, Meredith Baxter uva.

Trailer

Ethan ist 26, gutaussehend, oberflächlich, nörgelig und lebt mit einer lesbischen Freundin zusammen. Irgendwie ist er auf der Suche nach der großen Liebe, verabschiedet sich aber doch immer recht schnell von seinen Lovern, weil er früher oder später schon irgendetwas auszusetzen findet…

Eigentlich gibt’s hier kaum einen sich entwickelnden Handlungsstrang. Es ist eher eine Aneinanderreihung von amüsanten Szenen. Das wundert auch nicht weiter, denn die Vorlage für den Film ist ein Comic aus der Feder des Zeichners Eric Orner.

daniel-letterle.jpgInsgesamt aber witzig und kurzweilig anzusehen. – Der Hauptdarsteller, Daniel Letterle, ist ja schon ein putziges Kerlchen, wenn auch schauspielerisch nicht unbedingt Oscar-verdächtig.

david-monahan.jpgSein Ex Leo ist zwar auf den ersten Blick kein Traummann, hat aber durchaus seine Qualitäten. – Wem der Schauspieler übrigens bekannt vorkommt: Er spielte den Boyfriend von Jack in „Dawsons Creek„.

Kleine Anmerkung am Rande: Ethan unterhält sich mit seiner Mutter mal über ein Video, das er ihr geliehen hat. Aus Versehen erwischte er aber „Dawsons Crack, einen Schwulenporno; was die Mutter allerdings recht gelassen hinnahm.

baxter-meredith.jpgÜberhaupt: die Mutter! Total cool, lebt schon seit fünf Jahren mit einem (weiteren) Ex von Ethan zusammen (Ethan: „Juarez, I’m just curious, for the two months we were together you never wanted to live with me, yet you’ve lived with my mother for 5 years. Is there something wrong with me?„) und hat sich beruflich darauf spezialisiert, schwule und lesbische Hochzeiten auszurichten. Gespielt wird sie von Meredith Baxter, die sicher den meisten zumindest aus „Familienbande“ (dieser Serie in den Anfang 80er, durch die Michael J. Fox bekannt wurde) bekannt ist.

dean-shelton.jpgVöllig daneben fand ich Dean Shelton besetzt. Er spielt den 19jährigen Punch, der mal für kurze Zeit hinter Ethan her läuft, dann aber nach einer Weile wieder das Interesse verliert und ihm den Laufpaß gibt. Er symbolisiert im Film die neue Generation und macht Ethan deutlich, daß er „nicht mehr der jüngste ist“. – Alles schön und gut. Auch hervorragend gespielt von Dean Shelton. Hat nur einen Fehler: Eine Schönheit ist er nicht gerade. Viel zu pausbackig, und schwammig. Und dieser Typ soll angeblich von seiner gesamten Umgebung vergöttert werden? Naja, zumindest ich zähle nicht zu denen, die ihm zu Füßen liegen.

Etwas überflüssig und übertrieben fand ich die „Aunties“, ein altes Schwulenpärchen, das ständig in bunten Phantasiekostümen und mit wilden Hüten herumläuft. – Eine Spur zu dick aufgetragen.

Die beinahe vollständige Ermangelung an Heteros ist auch irgendwie zu viel des Guten. Aber okay, ist ja nur Film. Wer erwartet da schon Realität?

Auf jeden Fall einige witzige Szenen, die den Film insgesamt schon mal sehenswert machen. Auch ein zweites Mal, weil man dann sicher immer noch amüsante Kleinigkeiten entdeckt (z.B. das Bücherregal in der Bibliothek, in dem sich unter „Lesbian Humour“ nur ein einziges Buch befindet).

Leider lief der Film bis jetzt in Deutschland nur 2006 auf schwul-lesbischen Filmfestspielen. Kann also noch eine Weile dauern, bis er auf DVD erscheint.

 

1 Kommentar(e)

  1. [...] mal wieder den Film The mostly unfaboulous Social Life of Ethan Green angeschaut. Jimmys Kritik ist recht treffend. Allerdings fand ich jetzt nicht, das Daniel Letterle so ein Untalent ist. Er ist definitiv besser [...]


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