Eighteen

eighteen.jpgEighteen

Kanada, 2004
Buch & Regie: Richard Bell
Darsteller: Paul Anthony, Brendan Fletcher, Alan Cumming u.v.a.

Trailer

Kurz vor seinem 18. Geburtstag reißt Pip („Große Erwartungen“) von zuhause aus, nachdem sein Vater – ein angesehener Richter – den Tod seines älteren schwulen Bruders verursacht hat. Pip schlägt sich als Bettler durch, lernt auf der Straße die Sozialarbeiterin Jenny kennen, in die er sich verliebt. Außerdem noch den Stricher Clark, der sich liebevoll um ihn kümmert. Und dann wäre da noch ein Priester, dessen Intentionen nicht so deutlich werden.

Zu seinem 18. Geburtstag bekommt Pip von seinem Großvater ein Tonband geschenkt, auf dem er ihm eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg erzählt. Da versuchte der Großvater einen verwundeten Kameraden tagelang durch feindliche Linien zu retten.

Die Erzählungen des Großvaters machen Pip schließlich Mut, mit seinem Leben ins Reine zu kommen…

An sich wäre „Eighteen“ ein recht gelungenes Low-Budget-Autorenkino, das sogar Ian McKellen (als Erzähler / Stimme des Großvaters) und Alan ‘Nightcrawler’ Cumming für den Film gewinnen konnte. Das Drama des Jungen ist ganz gut erzählt. Noch schöner, wenn auch sehr traurig, sind die Rückblenden zum zweiten Weltkrieg.

Aber der Film scheitert dennoch an einer einzigen Person: Paul Anthony als Pip! – Der war bei den Dreharbeiten bereits 29 Jahre alt. Nun haben zwar schon öfter ältere Schauspieler Teenager gespielt (man denke nur an Michael J. Fox oder Olivia Newton John), aber die waren wenigstens einigermaßen glaubhaft. Paul Anthony dagegen war zu der Zeit nicht nur viel älter, er sah auch noch wesentlich älter aus (schätzungsweise 40). Und seine Darbietung ist reichlich übertrieben theatralisch. Schade drum! Mit einem glaubhafteren Hauptdarsteller wäre es sicherlich ein guter Film geworden.

Noch nicht auf DVD (Region 2) erschienen. Ob er das jemals wird, ist auch fraglich. Aber es haben schon schlimmere Filme einen deutschen Vertreiber gefunden, also vielleicht…

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