Cecil B.

cecil_b.jpgCecil B. DeMented

Frankreich / USA, 2000
Regie: John Waters
Darsteller: Melanie Griffith, Stephen Dorff, Maggie Gyllenhaal, Mink Stole uva.

Trailer

Die Story con “Cecil B.” ist so wunderbar abstrus, daß sie sich kaum nacherzählen läßt: Ein verrückter Filmemacher (sexy: Stephen Dorff) und seine Crew von anarchistischen Filmrebellen kidnappen die verwöhnte und zickige Filmdiva Honey Whitlock (Melanie Griffith mit viel Spaß an der Freud). Sie soll der Star in ihrem life-Independent-Anarcho-Movie werden, bei dem sie filmen, wie sie Multiplexkinos überfallen, ein Treffen bekannter Regisseure (wörtlich) sprengen und eine Fortsetzung von “Forrest Gump” – die Inkarnation des Mainstream! – zunichte machen.

Nachdem die Diva anfangs natürlich weiter zickt, freundet sie sich immer mehr mit der anarchistischen Idee der Rebellen an und macht schließlich fröhlich mit bei dem Spektakel. Das Ganze endet in einem ultimativen Showdown im Autokino mit abgefackelten Haaren und einigen Toten.

John Waters is back! – Nach dem eher tristen “Pecker” von 1998 und dem zwar sehr lustigen, aber ansonsten eher mainstreamigen “Serial Mom” von 1994, ist “Cecil B. DeMented” endlich wieder ein absolut verrückt-genialer Klamauk. Im übrigen einer der wenigen Filme von John Waters, in denen auch tatsächlich mal Schwule vorkommen. Aber das ist nebensächlich. Hauptsächlich geht es um Kritik an Hollywood, wobei aber trotzdem einige Regisseure (über Tattoos der Gruppe: z.B. Otto Preminger, Sam Peckinpah, Spike Lee, David Lynch usw.) gehuldigt werden.

Viele Anspielungen gehen leider wahrscheinlich unter, zum einen aus Mangel an Kenntnis (je mehr man sich in der Filmwelt auskennt, umso mehr gibt’s wohl zu lachen), zum anderen weil alles so rasant vonstatten geht. Insgesamt radikal, laut, schnell, schräg und vor allem richtig schön böse. Unbedingt öfter ansehen!

Cecil B.

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