Stonewall & Riot

stonewall-riot.jpgStonewall & Riot

USA, 2006
Buch & Regie: Joe Phillips

Eigentlich sollten auf dieser Seite keine Pornos besprochen werden, aber bei diesen Film machen wir mal eine Ausnahme. 1. Weil es sich um einen animierten Film handelt. 2. Weil er von Joe Phillips stammt, einem meiner liebsten Comic-Zeichner. Und 3. weil er wirklich lustig ist!

Nach seinem Film-Debut „House of Morecock“ schuf Joe Phillips im Jahr 2006 den einstündigen Animationsfilm mit den Superhelden „Stonewall“ und „Riot“.

Es ist ein ehernes Gesetz: Superhelden haben keinen Sex! Sehr zum Leidwesen von fast allen Schwulen. Denn welcher Schwule verbindet nicht früheste erotische Phanatasien mit Comicfiguren? Wo sonst konnte man schon athletische, gutaussehende Männer mit enganliegenden Klamotten und dicken Beulen in der Hose so offensichtlich anschmachten, ohne Verdacht zu erregen? Und wer konnte sich in seiner Kindheit nicht mit dem Doppelleben und der „geheimen Identität“ seiner Helden identifizieren? Aber leider, leider, leider: Sex hatten die nie! Schon gar nicht untereinander. (Nun ja, für „Batman & Robin“ würde wohl keiner die Hand ins Feuer legen…)

Ganz anders in „Stonewall & Riot“. – Die Geschichte recht simpel: In Eros-City erfindet der geniale Erfinder Dr. Van Fockingcock eine Orgasmuskanone, die zu ungeahnten Orgasmen führt. Er testet sie gerade mit seinem jungen, blonden Assistenten aus, als die fiese Obertunte „French Tickler“ auftaucht, die Kanone klaut und den Dr. entführt.

Stonewall (der erwachsenere der beiden Superhelden) und Riot (sein junger Gehilfe, Marke ‘Surferboy’, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat) werden beauftragt, Dr. Van Fockingcock zu finden. Und so vögeln sie sich durch die gesamte fiese Unterwelt von Eros-City. Angefangen bei „Polecat“polecat.jpg, einem jungen, gutaussehendem Fiesling mit Raubkatzenschwanz, der beim Sex so angenehm schnurrt, über „Dr. Cockopolis“, einem Bösewicht mit mehreren Tentakelschwänzen (Dr. Octopus läßt grüßen!) bis zu einer Orgie mit einem ganzen Syndicat („Dr. Probe“, „Dr. Analconda“, „Dr. Prophylactis“, „Straight Boy“ – der ist cool! -, „Bondage Fairy“ usw. – Die Namen sind Programm!). Nur von „Vulva“ lassen sie die Finger. Verständlich… Schließlich finden unsere Superhelden doch noch den French Tickler, der singend von seiner traumatischen Vergangenheit erzählt, dann ordentlich übers Knie gelegt und schließlich geläutert wird.

Die zeichnerischen Vorlagen von Joe Phillips sind hervorragend. Die CGI-Animation dagegen nicht das Gelbe vom Ei, vor allem nicht in den Sexszenen. Aber wenn diese besser wären, wäre es tatsächlich Porno pur!

Meine liebste Szene: Als sich Stonewall und Riot schnell im Kreis drehen, um sich in die Superhelden zu verwandeln. Und dann feststellen, daß sie sich in die verkehrte Richtung gedreht haben und Frauenoutfits tragen.
Stonewall: „Wie müssen in Zukunft daran denken, uns entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen!“
Riot: „Können wir das an Halloween nochmal machen? Nur zu Halloween? Biiiii-tttteeeee!“

Leider momentan noch nicht auf dem europäischen Markt zu haben, soweit ich das sehe. Allerdings hat Bruno Gmünder die Vermarktungsrechte. Kann also nicht mehr allzu lange dauern! In der Zwischenzeit schon mal Trailer herunterladen und sich bei Joe Phillips etwas umschauen.

 

 

5 Kommentare

  1. hmmm … wenn ich an diverse jugend-comics denke (ach, batman, ach robin …) … sollt ich vielleicht mal wieder in’s kino gehen? ;-)

  2. Na, im Kino wirst Du den vergebens suchen. Mußt Du warten, bis Bruno Gmünder sich erbarmt…

  3. Der Film steht in jedem schwulen Buch- und Pornoladen^^

    Ich fand ihn eher doof. Etwas Handlungsfrei. Zum Thema Robin und Batman im Porno sei Fruitbat ( http://bonesmen.blogspot.com/2007/10/fruitbat.html) empfohlen^^

  4. Oh, ich bin so selten in Pornoläden. Seltsam: Im Internet und bei B. Gmünder habe ich ihn nicht gefunden.

  5. P.S.: Äh, Cali, seit wann sollen Pornos sinnvolle Handlung haben???


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