Pianese Nunzio – 14 im Mai

pianesenunzio.jpgPianese Nunzio, 14 anni a maggio

Italien, 1996
Regie: Antonio Capuano
Darsteller: Emanule Gargiulo, Fabrizio Bentifoglio u.a.

Eigentlich mag man zu diesem Film überhaupt nichts sagen, so schlecht ist er. Bei den Rezensionen in Amazon stammen die (wenigen) lobenden Kritiken denn auch nur von den gewissen Personen, die darin eine Verteidigung der Knabenliebe sehen. Aber selbst wenn man diesen Kritikpunkt mal wegläßt und versucht, den Film vorurteilsfrei zu sehen, bleibt es noch immer ein furchtbar schlechter Film.

Behandelt werden zwei Themen: Mafia und Pädophilie. – Ein Priester in Neapel hat der Camorra den Kampf angesagt und läutet einen Kreuzzug gegen sie ein. Als die Mafia aber herausfindet, daß der Priester sich schon gern mal an den Konfirmanten und Ministranten vergreift und vor allem ein Verhältnis zu dem 13jährigen Nunzio hat, der als gepriesenes „Goldkehlchen“ regional berühmt ist, setzt die Mafia das gegen den Priester ein.

Könnte ja sogar einen spannenden, sozialkritischen Film über „Gut und Böse“, über Heuchelei etc. abgeben. Tut es nicht. Er ist und bleibt einfach miserabel, langweilig, unausgegoren, kaltherzig, lieblos. Die Schauspieler extrem schlecht. Die Synchronisation noch schlechter. Das angebliche „Goldkehlchen“ krächzt wie ein Hahn im Stimmbruch. Aber immerhin gehört schon eine große Portion Kunstfertigkeit dazu, den Schauplatz Neapel dermaßen uninteressant erscheinen zu lassen als wär’s eine x-beliebige Stadt im Ruhrpott.

Und wenn dann die erste – völlig unbedeutende! – Nebenfigur als „künstlerisches Mittel“ sich der Kamera zuwendet und seinen Lebenslauf zu Protokoll gibt, möchte man eigentlich nur noch ausschalten. Wer dennoch durchhält, wird sich am Ende wünschen, er hätte es getan.

Also, einfach Finger weg. Schlecht. Schlecht. Schlecht. – Außer Du bist ephebophil (wollen ja mal gerecht die richtigen Ausdrücke verwenden…) und suchst eine Bestätigung für die angeblich „gleichberechtigte“ Liebe zwischen heranwachsenden Jungen und erwachsenen Männern… Aber selbst dann müßtest Du zugeben, daß der Film selbst einfach schlecht gemacht ist!

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