Eating Out 2 – Sloppy Seconds

eating-out-2.jpgEating Out 2 – Sloppy Seconds (OmU)

USA, 2006
Regie: Philip J. Bartell
Darsteller: Jim Varraros, Emily Brooke Hands, Brett Chuckerman, Marco Dapper uva.

Trailer

Okay, die Verwirrung geht weiter! – Wir haben immer noch Kyle, Tiffani (immer noch Bitch!), Gwen und Marc (inzwischen ein anderer Schauspieler, aber genauso sexy!). Caleb ist verschwunden. Gwen ist immer noch auf der Suche nach dem idealen Mann, der ihre schwulen Phantasien befriedigen kann (etwas paradox). Marc und Kyle sind inzwischen ein Paar, das sich aber trennt, weil Kyle einfach nicht akzeptieren kann, daß Traumtyp Marc ihn wirklich liebt.

Da kommt nun der Neue: Troy, ein geiles Landei aus Illinois. Troy ist sich über seine Sexualität noch nicht so richtig im Klaren.

Damit’s auch wieder schön verwirrend wird, gibt Gwen vor, daß Kyle ein geläuterter Schwuler wäre, der es geschafft hätte, hetero zu werden. Und er und Tiffani (ausgerechnet!) wären ein Paar. – Damit wird Kyle zu Troys großem Vorbild, weil er doch viel lieber auch hetero wäre.

Marc versucht inzwischen aber, Troy auf die schwule Seite zu ziehen. Wobei er letztendlich feststellen muß, daß er immer noch einzig und allein Kyle liebt.

Also, wieder alles schön verzwickt. Und dank Mink Stole, die in diesem Teil als Kyles Mutter auftaucht (einfach herrlich die Szene auf der Treppe, als sie unglücklich darüber ist, daß ihr Sohn nun doch hetero wäre…), noch ein bißchen trashiger. Ansonsten noch mehr nacktes Fleisch als im ersten Teil, noch mehr erotisches Prickeln, noch mehr sexy Jungs, aber stellenweise dann doch etwas zu überdreht und zu viel in den Slapstick abgedriftet.

Dennoch auf jeden Fall immer noch empfehlenswert als kurzweilige, erotische Komödie, die jedem gefallen wird, der den ersten Teil mochte. Und man darf gespannt sein, ob’s auch noch einen dritten Teil gibt.

Eating Out 2 – doppelte Ladung (OmU)

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Eating Out

eating-out.jpgEating Out (OmU)

USA, 2004
Regie: Q. Allan Brocka
Darsteller: Scott Lunsford, Jim Varraros, Ryan Carnes uva
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Kyle ist schwul, sieht mittelmäßig aus, wohnt mit Caleb zusammen. Caleb ist hetero, sieht gut aus, und verliebt sich in Gwen, nachdem er von seiner Freundin Tiffani (Bitch!) abserviert wurde. Gwen ist hetero, findet es aber geil, wenn zwei Typen es miteinander treiben, und sie wohnt mit Marc zusammen. Marc ist schwul, sehr sexy und das Opfer der Begierde von Kyle.

Schon etwas verwirrt? Nicht? Okay, dann weiter: Da Gwen von Caleb erstmal nichts wissen will, behauptet Kyle, daß Caleb schwul wäre. Daraufhin wird Marc auf Caleb scharf, was nun wiederum Gwen anmacht und ebenfalls ihr Interesse an Caleb weckt, der sich nun auf das Spiel mit Marc einläßt, um an Gwen heranzukommen. Und der arme Kyle bleibt zunächst mal außen vor…

Aber keine Sorge! Am Schluß ist doch alles Friede, Freude, Eierkuchen und jeder bekommt, was er haben will. So viel kann ich schon verraten.

Keine weltbewegende Geschichte, aber doch eine sehr kurzweilige schwule Komödie mit manchmal trashigen Elementen. Witzig und natürlich wegen der vielen gutaussehenden Jungs und freizügiger Szenen doch auch recht erotisch. Vor allem die Telefonszene hat’s mir angetan…

Auf jeden Fall sehenswert. Und gehört in jede schwule Sammlung: Eating Out (OmU)

Ein paar Ausschnitte gibt’s hier, hier und hier

Latter Days

latter-days.jpgLatter Days

USA, 2003
Regie: C.J. Cox
Darsteller: Wes Ramsey, Steve Sandvoss, Rebekah Johnson, Amber Benson, Joseph Gordon-Levitt, Jacqueline Bisset uva.

Trailer

Der hübsche Christian ist Kellner in Los Angeles und ein schwuler Playboy, der bei seinen Arbeitskollegen mit seinen sexuellen Eroberungen prahlt. Als in seiner Nachbarschaft der niedliche Mormone (In Kaiserslautern gibt’s übrigens ’ne Menge von diesen missionierenden Mormonen. Und die sind durch die Bank tatsächlich alle so niedlich. Keine Ahnung, wie die das anstellen!? Jedenfalls eine tierische Verschwendung. Gäbe es einen Gott, hätte er/sie Sinn für Ironie!) Aaron einzieht, kommt es zu einer Wette: Christian ist der Überzeugung, daß er auch den herumbekommen kann.

Aber es kommt ganz anders: Aaron macht Christian klar, wie oberflächlich sein Leben ist. Und Christian verliebt sich zum ersten Mal. Das führt natürlich zu einem Drama (schade, daß diese Szene in der Endfassung des Films so verkürzt wurde)…

Also, ganz ehrlich: Die beiden Hauptdarsteller sehen zwar gut aus (vor allem der niedliche Steve Sandvoss hat’s mir angetan), aber Oscar-verdächtig ist ihre Leistung nicht. Dafür sind die Nebenrollen tatsächlich mit einigen Halbgrößen besetzt: Joseph Gordon-Levitt (bekannt aus „Hinterm Mond gleich links“, der sich aber in den letzten Jahren mit „Mysterious Skin“ und „Brick“ einen Namen gemacht hat), Amber Benson (die lesbische Freundin von Willow in „Buffy“), Erik Palladino (Dr. Malucci in „er“) und natürlich die wundervolle Jacqueline Bisset, die hier diesen schönen Satz bringt: „Your church doesn’t like alcohol or homosexuals? Hmm… Well, I definitely won’t be joining. Can’t imagine heaven without both.“ [„Deine Kirche mag keinen Alkohol und keine Homosexuellen? Hmm… Also, ich bin mir sicher, da werde ich nicht beitreten. Ich kann mir den Himmel ohne beides nicht vorstellen!“]

Die Dialoge wirken oft hölzern und unecht. Besondere Tiefgründigkeit darf man wirklich nicht erwarten. Oft übertrieben schmalzig. – Aber was soll’s? Ist trotzdem einer meiner Top50-Filme, die ich mir immer wieder anschauen kann. Das letzte Drittel bin ich dann auch nur noch am Heulen vor Rührung. *schnief*

Noch eine kleine Anmerkung, weil ich bei Rezensionen auf Amazon immer wieder von „angehender Priester“ und „Religionsfanatiker“ lese. – Keine Ahnung, wie die Rezensenten auf diesen Schwachsinn kommen!? Liegt’s an der deutschen Synchronisation? (Ich habe nur das US-Original.) — Es ist jedenfalls ganz normal, daß alle männlichen Mormonen nach ihrer Volljährigkeit zwei Jahre ihre Familien verlassen müssen, um missionarisch tätig zu sein, sich in Enthaltsamkeit üben und die Bibel studieren. Das hat nichts mit „angehender Priester“ oder „Fanatismus“ (jedenfalls nicht mehr als der gewöhnliche Mormone sowieso dazu neigt…) zu tun!

Gehört auf jeden Fall in jede schwule DVD-Sammlung!
Latter Days (Special Edition, 2 DVDs)

Und die Grundaussage des Films habe ich mir schon öfter zum Lebensmotto gemacht:

Sometimes it all […] feels like a mass of dots. But more and more these days, I feel like we’re all connected. And it’s beautiful… and funny… and good.

Full Speed – A toute vitesse

full-speed.jpgÀ toute vitesse (OmU)

Frankreich, 1996
Regie: Gael Morel
Darsteller: Pascal Cervo, Salim Kechiouche uva.

Der 20jährige Quentin lebt in der franzöischen Provinz und schreibt ein Buch über die Welt der Unterschicht, in der er lebt. Damit gelingt ihm der große literarische Durchbruch. Gelockt vom Ruhm vernachlässigt er seine Freundin, die sich schließlich seinem besten Kumpel zuwendet. Und er lernt den jungen Algerier Samir kennen, dessen Liebe er ausnutzt, um dessen traurige Lebensgeschichte für sein nächstes Buch auszubeuten.

Im Grunde eine ganz gute Geschichte und die Darsteller durch die Bank attraktiv… und das war’s dann aber auch schon. Schauspielerisch eine Katastrophe! Die Dialoge wirken, als wären sie vom Blatt abgelesen, das merkt man sogar, wenn man kein Französisch versteht. Erreicht weder filmisch, noch schauspielerisch, noch erotisch die Qualitäten von Morels „Brüderliebe„.

Kann sich auch nicht entscheiden, ob er nun eine Geschichte über Freundschaft, eine Liebesgeschichte oder doch eher eine Gesellschaftskritik sein will. Die wahren Gefühle Quentins für seine Freunde bleiben im Dunkeln. Es wird nicht so recht klar, ob er einfach ein egoistisches Arschloch ist oder ob er nur vom Ruhm verblendet wird. Auch die übrigen Charaktere oft nicht nachvollziehbar.

Morel hat hier leider viel verschenkt. Hätte man mehr draus machen können….
Full Speed – À Toute Vitesse (OmU)

O Fantasma

o-fantasma.jpgO Fantasma (OmU)

Portugal, 2000
Regie: Joao Pedro Rodriguez
Darsteller: Ricardo Meneses u.a.

Der junge Sergio ist Müllmann in Lissabon. Nachts sammelt er Müll ein, tagsüber lebt er sexuelle Phantasien aus. Dabei folgt er seinen animalischen Trieben, nur von Instinkt geleitet. Wie ein Hund schnüffelt und leckt er, ist mal dominant, dann liefert er sich wieder selbst aus.
Als er einen jungen, heterosexuellen Motorradfahrer kennenlernt, konzentriert sich sein triebhaftes Verhalten nur noch auf diesen.
Letztendlich landet er selbst auf der Müllkippe: Als rein auf Sexualität beschränktes Tier, ganz in Latex gehüllt…

Ein sehr verwirrender, wohl auch verwirrter, aber ebenso erotischer Film. Beinahe schon pornographisch. Die erste Hälfte vor allem wegen Sexbündel Ricardo Meneses durchaus sehenswert. Es stört nicht weiter, daß es den Film nur im Original mit Untertitel gibt, denn gesprochen wird sowieso nicht viel. Dafür bekommt man umso mehr beeindruckende Bilder präsentiert.

In der zweiten Hälfte, ab dem Latex-Anzug, wird’s dann allerdings doch etwas abstrus. Der anfangs noch künstlerische Film gleitet dann zu sehr in einen lächerlichen Kunstfilm ab. Schade drum!

O Fantasma (OmU)

Teddy twenty

teddytwenty.jpgNaja, ich hätte es wissen sollen: Schon bei den normalen schwulen Spielfilmen konnte ich des öfteren mit der Entscheidung der Jury des Teddy-Awards nicht viel anfangen. Ich brauche nur an Wild Side oder Walking on Water zu erinnern.Die Kurzfilme, die zum 20jährigen Jubiläum auf der Doppel-DVD „Teddy twenty“ zusammengefaßt sind, rissen mich dementsprechend auch nicht gerade vom Hocker. Vielleicht bin ich einfach nicht zugänglich für „künstlerische“ Filme.

Hier eine kleine Zusammenfassung:

Alfalfa
Regie: Richard Kwietniowski
UK, 1988

Ein interessantes, aber doch bei 26 Buchstaben irgendwann langweiliges Spiel mit der englischen Sprache.

Relax
Regie: Chris Newby
UK, 1991

Ein Typ wartet auf des Ergebnis seines HIV-Tests und geht in Gedanken die verschiedenen Möglichkeiten durch. – Optisch interessant. Mehr aber auch nicht.

P(l)ain Truth
Regie: Ilppo Pohjola
Finnland, 1992

Irgendwas mit Transgender…. – Gleich zum nächsten Kapitel gesprungen.

trevor.jpgTrevor
Regie: Peggy Rajski
USA, 1994

Mein spezieller Favorit und die Belohnung fürs Ansehen. – Darin geht es um einen Teenager, der sich trotz etlicher Selbstmordinszenierungen (Harold läßt grüßen!) von seinen Eltern unbeachtet fühlt, seine Liebe zu Diana Ross und anderen Jungs entdeckt und nach einem wirklichen mißglückten Selbstmordversuch (mit Aspirin!) schließlich Mut zum (schwulen) Leben findet. Witzig und vor allem eine gute schauspielerische Leistung des damals 13-jährigen Brett Barsky.

Der Film hat nicht umsonst 1995 den Oscar für den besten Kurzfilm gewonnen. Auf jeden Fall sehenswert!

Alkali, Iowa
Regie: Mark Christopher
USA, 1995

Ein junger, schwuler Farmer entdeckt bei Feldarbeiten, daß sein Vater ebenfalls schwul war. – Relativ interessant.

Unbound
Regie: Claudia Morgado
Kanada, 1995

Hier ging’s um Frauenbrüste. – Gleich weiter gehüpft zum nächsten Film!!!

Heldinnen der Liebe
Regie: Nathalie Percillier
Deutschland, 1996

Ein leidlich amüsanter Stummfilm über zwei weibliche Militärangehörige im 2. Weltkrieg. Keine Ahnung, was mir das Filmchen nun eigentlich sagen wollte, aber irgendwie noch ganz nett.

Die Pfeffermühlen
Regie: Isabel Hegner
USA, 1997

Eine junge Frau meldet bei der Polizei den Diebstahl ihrer 257 Pfeffermühlen. Jede der Mühlen ist mit einer Liebesgeschichte (mit anderen Frauen) verbunden. Noch ganz interessant, aber sinnfrei.

Liu’s Frühlingserwachen
Regie: Andrew Soo
Australien, 1998

An den kann ich mich schon überhaupt nicht mehr erinnern. *upps* – Sagt wohl alles!

Hartes Brot
Regie: Nathalie Percilier
Deutschland, 1999

Ein Tag in einer automatisierten Brotbäckerei. – Noch recht sehenswert, obwohl der Film nicht viel mit Homosexualität zu tun hat.

Erè mèla mèla
Regie: Daniel Wiroth
Frankreich, 2000

Tänzerisch und optisch recht interessant, aber auch wieder sehr sinnfrei.

Celebration
Regie: Daniel Stedman
USA, 2001

Ein sechsjähriger Knirps macht sich für seinen großen Auftritt fertig, stellt sich vor das begeisterte Publikum und outet sich. Tosender Applaus und stolze Eltern. – Oh, wie einfallsreich! *stöhn*

Kostbare Augenblicke
Regie: Jan Dalchow & Lars Krutzoff
Niederlande, 2002

Ein 15-jähriger Junge antwortet auf eine Kontaktanzeige, hat Sex mit dem älteren Mann, der daraufhin verhaftet wird. – Tja, und was wollte uns dieser Film nun wieder sagen?

Womit soll ich es waschen?
Regie: Maria Trenor
Spanien, 2003

Ein Zeichentrickfilm, der zumindest wegen der Bilder, der Musik und der Remineszenzen an Pierre & Gilles sehenswert ist.

Die Einmischung
Regie: Jay Duplass
USA, 2004

In einer versammelten Gruppe von Freunden wird diskutiert und einer der Jungs zum Coming Out überredet. – Damengolf ist aufregender!

 

Fazit: Man kann sich das Ganze insgesamt im Schnelldurchlauf ansehen und die Rosinen herauspicken, muß aber auch nicht sein. Lohnt nicht wirklich!

Teddy twenty (OmU)