TV-Tipps Do., 27.09.

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Heute Nacht um 0.35 Uhr

auf arte

Rosa von Praunheims

„Die Bettwurst“

 

Ich kenne den Film nicht, und finde, man muß Rosa von Praunheims Filme nicht unbedingt mögen. Aber wer sich’s anschauen will… Soll recht schrill und trashig sein!

 

 

 

wild-side.jpg

Kurze Zeit später dann

 

um 3.00 Uhr

 

ebenfalls auf arte:

„Wild Side“

Ich fand ihn öde und langweilig und nur im Schnellvorlauf zu ertragen, aber irdendwas wird schon dran sein. Schließlich hat er ja den Teddy-Award gewonnen…

Ich denke aber, schlafen wäre um diese Uhrzeit einfach sinnvoller…

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Heroes

Heroes läuft bald an:-) Und wer gewisse Phantasien über Milo Ventimiglia hat (ich bekenne mich schuldig), der muss für diese Bilder leider auf die zweite Staffel warten!

Kinsey – Die Wahrheit über Sex

kinsey.jpgKinsey

USA, 2004
Regie: Bill Condon
Darsteller: Liam Neeson, Laura Linney, Chris O’Donnell uva.
Trailer

„Jeder 10. Mann ist schwul!“ – Hand hoch: Wer hat diese Behauptung schon mal aufgestellt? Begründet ist diese Behauptung auf den Kinsey-Report. Kinsey war Biologe und Zoologe, der Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre mehrere 1000 anonyme Interviews durchführte, um das Sexualverhalten der Amerikaner zu erforschen und Aufklärung zu betreiben. Er revolutionierte – gegen viele Widerstände – die sexuelle Aufklärung und ist sicherlich mitverantwortlich für die Fortschritte bei der Akzeptanz von Schwulen in der Gesellschaft.

Das Bio-Pic „Kinsey“ beschreibt sein Leben, angereichert mit (teilweise recht witzigen) nachgestellten Interviews. – Die schauspielerische Leistung von Neesom und Linney sind hervorragend. Mit Chris O’Donnell als bisexuellem Assistenten gibt’s auch was fürs Auge.

Kleiner Schönheitsfehler: Kinseys Kritiker haben immer behauptet, er hätte die Statistiken manipuliert, um seine eigene latente Homosexualität zu rechtfertigen. – Was die Manipulation betrifft, so haben seine Assistenten und Nachfolger die Statistiken nach seinem Tod noch einmal überprüft, gesäubert (z.B. hatte Kinsey überproportionale Stricher interviewt) und kamen letztendlich doch zu dem gleichen Ergebnis. Was die latente Homosexualität betrifft, so gab es niemals Beweise dafür. Der Film dagegen stellt diese Behauptungen als wahr dar, was im Prinzip gefundenes Fressen für Kinseys reaktionäre Kritiker wäre. Aber ob das 50 Jahre nach seinem Tod noch eine Rolle spielt? Hoffentlich nicht!

Also, ein filmisch nicht sonderlich aufregender Film, aber ein brauchbares BioPic, das doch jeder mindestens einmal gesehen haben sollte, um zu wissen, wer dieser bedeutende Sexualwissenschafter war!

Kinsey – Die Wahrheit über Sex

TV-Tipp: Out now

out-now.jpg Am Freitag, 14.09. um 12.00 Uhr

mittags zeigt HR (Hessen)

den 20-minütigen Kurzfilm

„Out now“.

Es ist die Coming-Out-Geschichte eines 16jährigen Jungen in Bayern. Könnte ganz interessant sein. Wurde viel gelobt.

Nähere Informationen incl. Trailer gibt es hier.

Nachtrag: Auch den inzwischen gesehen. Leider etwas enttäuschend. Furchtbar schlechte Laiendarsteller. Sehr schlechter Ton. Von der Geschichte alles zu sehr in schwarz-weiß. Aber immerhin einige nett anzusehende junge Gesichter – wer drauf steht – und ein netter Versuch…

TV-Tipp: Johan

johan.jpgIch muß gestehen: Der Film „Johan“ von Phillip Vallois sagt mir überhaupt nichts. Und ich finde auch nicht allzu viele Informationen dazu.

arte schreibt:

Eigentlich hätte Johan der Hauptdarsteller eines Films sein sollen, ständig ist die Rede von seiner – mysteriös bleibenden – Person. Doch Johan sitzt im Gefängnis. Die Suche nach einem geeigneten Ersatz führt den Regisseur ins homosexuelle Milieu: zu Freunden und Feinden von Johan. Aber nachdem er die gesamte Gay-Szene abgesucht und tiefschürfende Diskussionen mit seiner Schwulen-Freundin und seiner Mutter geführt hat, kommt er zu dem unausweichlichen Schluss: Der schöne, geheimnisvolle Johan ist durch niemanden zu ersetzen…

Meine TV-Zeitung vergibt 1 von 6 Punkten und kritisiert: „Trotz künstlerisch angehauchter Einstellungen und Schnitte ist ‚Johan‘ – einer der ersten französischen Spielfilme über Homosexuelle – ein pornografischer Streifen mit expliziten Sexszenen.“

 

Na, das klingt doch aber eher vielversprechend!

 

Also, auf arte in der Nacht von Do., 13.09.2007 auf Fr., 14.09.2007, um 0.35 Uhr

 Johan

Frankreich, 1976
Buch & Regie: Philippe Vallois

Nachtrag: So, inzwischen gesehen! – Sicherlich nicht sonderlich aufregend. Erinnerte stellenweise etwas an Dogma96. Es gab einige wirklich schöne Aufnahmen. Und doch recht freizügige Sexszenen (und dabei wurden sogar noch einige zensiert, weil der Film sonst als Pornographie deklariert worden wäre). Zwischendurch allerdings viel langweiligen Nonsense. Wenn man allerdings betrachtet, zu welcher Zeit der Film entstanden ist – nämlich Mitte der 70er Jahre -, so stellte er seinerzeit sicherlich einen (neuartigen) Einblick in die schwule Szene dar. Heutzutage lockt das wohl kaum noch einen Hund hinter dem Ofen vor.

Also, man muß den Film nicht gesehen haben, aber wer’s dennoch nachholen will, hat in der Nacht von 14.09.2007 auf 15.09.2007 um 3.00 Uhr noch einmal Gelegenheit dazu!

 

TV-Tipp: Familienfest und andere Schwierigkeiten

familienfest.jpgWer Donnerstagabend nicht weiß, was er anschauen soll, sich nicht für das donnerstägliche Serienangebot interessiert, auch keine Lust auf Zombies in „28 Days later“ verspürt, der kann sich

um 22.25 Uhr auf 3Sat

„Familienfest und andere Schwierigkeiten“

ansehen. Eine schöne Tragikkomödie unter der Regie von (der vermutlich lesbischen) Jodie Foster. Mit Robert Downey Jr. als schwulen Bruder/Sohn. Und auch sonst großem Staraufgebot wie der wunderbaren Anne Bancroft und vielen anderen.

Mir persönlich ist der Film allerdings mindestens zwei Monate zu früh angesetzt. Gehört eher in die Vorweihnachtszeit. Und deshalb heißt’s für mich um 23.10 Uhr wieder den geilen Wentworth Miller in „Prison Break“ anschauen…

Gesetz der Begierde

la_ley_del_deseo.jpgLa ley del Deseo

Spanien, 1986
Buch & Regie: Pedro Almodovar
Darsteller: Eusebio Poncela, Antonio Banderas, Carmen Maura uva.

Pablo ist ein erfolgreicher Regisseur für Bühne und Film. Er wird von allen geliebt und vergöttert – außer von Juan, seiner großen Liebe. Dafür ist der – eigentlich heterosexuelle – Antonio (Banderas) unsterblich in Pablo verliebt. Nachdem er einen vermeintlichen Liebesbrief von Juan an Pablo (den in Wahrheit allerdings Pablo selbst geschrieben hat) findet, ist er rasend vor Eifersucht. Er nutzt die Gelegenheit eines Spaziergangs, um Juan von einer Klippe zu stürzen. Und Pablo gerät unter Mordverdacht.

Und dann ist da auch noch Pablos Schwester Tina, die früher mal Pablos Bruder war. Sie hat in ihrem Leben nur einen Mann geliebt, und das war ihr Vater, mit dem sie ein Verhältnis hatte.

antonio.jpgEiner der früheren Filme von Pedro Almodovar. Der erste Film, der mit dem Teddy-Award bedacht und damit auch in Deutschland bekannt wurde. Die Geschichte komplex und etwas verwirrend (wie eigentlich immer bei Almodovar). Viel südländische Leidenschaft, stellenweise schrill und kitschig. Schöne Musik. Und auf jeden Fall allein schon wegen eines jungen bisexuellen Antonio Banderas sehenswert!