Hairspray (1988)

hairspray.jpgHairspray

USA, 1988
Regie: John Waters
Darsteller: Ricki Lake, Divine, Jerry Stiller uva.

Trailer

Baltimore, 1962: Die dickliche Tracy Turnblad aus der „oberen Unterschicht“ und ihre Freundin Penny Pingleton sind Hairhopper und Fans der Corny Colins Show. Dort tanzen Teenager vor laufender Kamera die neuesten Tänze zu den neuesten Hits der frühen 60er Jahre: Twist, Madison, Mashed Potatoe usw.

Tracy schafft es tatsächlich trotz ihrer Leibesfülle neuestes Mitglied der Tanzcrew zu werden. Und weil sie so sympathisch ist, wird sie auch bald der Liebling der Zuschauer. Ihre größte Konkurrentin ist die arrogante und zickige Amber Van Tussle. Nicht nur, daß die der Meinung ist, dicke Kinder aus der Unterschicht hätten in der Corny Collins Show nichts zu suchen, sondern ihr Freund Link Larkin verliebt sich auch noch in die nette Tracy. Gemeinsam mit ihren Eltern (herrlich: Debbie ‚Blondie‘ Harry als aufgetakelte Mutter!) setzt sie alles daran, Tracy das Leben schwer zu machen.

Derweil nutzt Tracy ihren neuen Ruhm, um sich für die Gleichberechtigung der Schwarzen einzusetzen. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund und mit Penny, die sich in einen Schwarzen verliebt. Sehr zum Leidwesen deren durchgeknallten Mutter, die prompt einen noch durchgeknallteren Psychiater (John Waters himself!) engagiert, welcher Penny die Flausen mit Hilfe von Hypnose und Elektroschocks austreiben soll.

Auf einem Rummel kommt es schließlich zum Eklat, als dort die Schwarzen Einlaß fordern. Dabei werden Tracys Freund die Kniescheiben mit einer Handtasche zertrümmert und Tracy wird festgenommen. Die Aussicht, den begehrten Titel der „Miss Autoshow“ zu bekommen – ein Titel, der vom rassistischen Produzenten (Divine ohne Fummel!) der Corny Collins Show gesponsert wird -, scheint mit der Verhaftung zunichte gemacht…

Neben „Cry Baby“ einer der schönsten Filme von John Waters, den man sich wieder und wieder anschauen kann. Phantastische Musik aus den 60ern. Mit Ricki Lake als Tracy Turnblad eine hervorragende, liebenswerte Hauptdarstellerin. Mit der göttlichen und leider viel zu früh verstorbenen Divine als Mutter (und als Produzent) eine Ikone in einer Nebenrolle. Und auch ansonsten bis in die kleinste Nebenrolle (Sonny Bono als Van Tussle, Pia Zadora und Ric Ocasek als Beatniks, Jerry Stiller als Daddy Turnblad etc.) hervorragend und liebevoll besetzt.

Der Film erreichte schon sehr schnell den Kultstatus. Im Jahr 2002 kam es als Musical an den Broadway mit (durchaus ebenbürtig) Harvey Fierstein als Mutter Edna Turnblad. Aus diesem Musical wurde dieses Jahr wiederum ein Film-Remake mit – in meinen Augen völlig unpassend – John Travolta als Edna. Die reinste Blasphemie! John Waters hat damit in seiner Fangemeinde sehr viele Sympathiepunkte verloren. Aber mehr wird man dann ab nächsten Donnerstag wissen…

Ich rate auf jeden Fall, sich das Original zuzulegen: Hairspray

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4 Kommentare

  1. Sicherlich ist Travolte kein Vergleich zu Divine. Aber er gibt der Rolle eine interessante Note und ist besser als erwartet.
    Dafür ist die Musik sooooo affengeil^^

  2. Schon gesehen? Dann könntest Du ja gleich Deinen ersten Eintrag vorbereiten! Hab‘ Dich unter der Adresse als Autor eingetragen; müßte funktionieren. – Ich bin momentan noch mit einem kurzen (?) Überblick über John Waters beschäftigt. Da käme anschließend eine Review über „Hairspray 2007“ zum offiziellen Start am Donnerstag gerade recht!

  3. unter welcher Adresse? Häääh?
    Ja, kann aber gern eine kurze review schreiben!

  4. Unter der Adresse, unter der Du hier den Kommentar geschrieben hast. Ich habe aber keine Ahnung, wie das nun weiter funktioniert mit einloggen etc.


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