The Producers

producers_the.jpgThe Producers

USA, 2005
Regie: Susan Stroman
Buch: Mel Brooks, Thomas Meehan
Darsteller: Nathan Lane, Matthew Broderick, Uma Thurman, Will Ferrell uva.

Trailer

Weil ich neulich schon bei Nathan Lane war, heute mal wieder ein kurzer Ausflug ins Reich der Musicals: „The Producers“ aus dem Jahr 2005 ist die Verfilmung eines Musicals aus dem Jahr 2001 über ein Musical aus dem Jahr 1959, das auf dem gleichnamigen Spielfilm von Mel Brooks aus dem Jahr 1968 basiert. Verstanden? Nee? Dann nochmal: 1968 drehte Mel Brooks den Spielfilm „The Producers“ („Frühling für Hitler“). Daraus wurde 2001 ein Broadway-Musical gemacht. Und dieses wurde wiederum 2005 verfilmt. Der Film spielt im Jahr 1959 und darin geht es um eine Musicalproduktion. Genauer gesagt um den erfolglosen Broadway-Produzenten Max Bialystock und den neurotischen Buchhalter Leo Bloom. – Bloom entdeckt bei der Buchprüfung, daß man als Produzent mit einem totalen Flop mächtig Kohle machen könnte, wenn man ein Mehrfaches der Produktionskosten von Sponsoren anleihert und garantieren kann, daß die Produktion ein totaler Reinfall und nach der Premiere sofort abgesetzt wird.
Also suchen sie sich das schlechteste Drehbuch das sie finden können: Eine geschmacklose Hommage an Adolf Hitler aus der Feder eines Exil-Nazi-Deutschen (ein bißchen zu schräg selbst für meinen Geschmack: Will Ferrell). Dazu den schlechtesten Regisseur, den sie finden können: Den obertuntigen Roger DeBris. Und in der weiblichen Hauptrolle die völlig untalentierte Schwedin Ulla. – Damit kann nichts mehr bzw. muß eigentlich alles schiefgehen. Denken sie!
In den ersten Minuten ist das Publikum auch entsetzt über die Geschmacklosigkeit. Aber nachdem der Deutsche in der Rolle des Hitlers ausfällt und stattdessen der tuntige Regisseur eine glänzende schwule Parodie auf Hitler hinlegt, ist das Publikum wider Erwarten begeistert. Und damit beginnen für Bialystock und Bloom die Probleme…

An sich ist das Ganze recht witzig. Manchmal will einem das Lachen schon fast im Hals stecken bleiben bei soviel politischer Unkorrektheit. Broderick und Lane sind sichtlich routiniert und ein eingespieltes Team. Kein Wunder: Haben sie doch bereits auf der Bühne die Rollen hervorragend verkörpert. Leider wirkt das, was auf der Bühne wohl normal wirkt, auf der Leinwand oft zu sehr wie Slapstick aufgrund überzogener Gesten und Mimik. Weniger wäre da mehr gewesen. Das liegt möglicherweise an der Film-unerfahrenen Regisseurin Susan Stroman, die sich schon für die Broadway-Inszenierung verantwortlich zeigte. Aber Bühne ist eben nicht Leinwand. Und umgekehrt.

Die Musik- und Tanzeinlagen wirken oft langweilig und flach. Ein Glück, wer sich den Film auf DVD anschaut und sie vorspulen kann. Im Kino muß man eben die eine oder andere Nummer aussitzen. Doch was ist ein Musical ohne Musik- und Tanzeinlagen? – Andere Nummern dagegen möchte man am liebsten gleich nochmal sehen. Sehr schön ist beispielsweise der Auftritt von Roger DeBris und seiner Crew mit „Keep it gay„. Und ausgerechnet „Springtime for Hitler“ ist ein absoluter Ohrwurm.

Ansonsten muß man oft jedenfalls sehr genau (und schnell) hinschauen, dann entdeckt man immer wieder nette und witzige Kleinigkeiten. Außerdem gilt hier ganz besonders wieder der Hinweis: Auf jeden Fall im Original ansehen! Die Synchronisation verbietet sich allein schon wegen des Deutsch-ähnlichen Kauderwelschs, das Will Ferrell hinlegt.

 

 

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1 Kommentar

  1. lange nicht so gelacht wie damals in „the producers“ – mel brooks at its best … dein tipp stimmt, unbedingt original ansehen – die (wort)witze sind kaum übersetzbar …


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