Poltergay

poltergay.jpgPoltergay

Frankreich, 2006
Regie: Eric Lavaine
Darsteller: Clovis Cornillac, Julie Depardieu uva.

Trailer

Es ist schon wieder Halloween. Zeit für schwule Horrorfilme. Aber „Poltergay“ ist ganz und gar nicht gruselig – wenn man mal von gruseliger 70er-Jahr-Mode und -Frisuren absieht…

Der Architekt Marc zieht mit seiner Freundin in eine alte, heruntergekommene Villa. Was sie nicht wissen: Ende der 70er Jahre befand sich dort im Keller eine Schwulendisco. Durch einen Kurzschluß in der Elektronik verbunden mit Nebelmaschinen und sonstigem schwulen Equipment kam es zu einer Explosion, bei der die Besucher ums Leben kamen. Fünf Leichen wurden nie gefunden. Und die sind nun dazu verdammt, auf ewig in der Villa Party zu feiern und zu Boney M’s „Ra.. Ra.. Rasputin“ abzutanzen.

poltergay-2.jpgAls Marc und Emma (gespielt von Gerard-Tochter Julie) in das Haus einziehen, kann allerdings nur Marc die Geister sehen und hören. Doch registriert er zunächst nicht, daß es sich um Geister handelt. Seine Freundin hält ihn für verrückt und schickt ihn zum Psychiater. Dieser redet ihm ein, daß es sich um homoerotische Halluzinationen handelt, auf Grund seiner unterdrückten Homosexualität.

poltergay-disco.jpgDoch die fünf Geister sind eigentlich recht nett. Machen den ganzen Tag Party, bügeln ihm die Wäsche (incl. Bügelfalte in den Jeans!) und helfen ihm letztendlich sogar, seine Freundin zurück zu gewinnen, die ihn in der Zwischenzeit verlassen hatte.

Alles in allem eine recht amüsante französische Komödie. Kein Schenkel-klopf-Humor, eher subtile Untertöne zum Schmunzeln. Auch wenn natürlich die fünf Disco-Huschen aus heutiger Sicht zum Schreien komisch aussehen.

Und Hauptdarsteller Clovis Conillac mit seinem geilen Körper durchaus nett anzusehen! Kein Wunder, daß die Geister ihm nachts die Bettdecke vom nackten Körper ziehen und Polaroidfotos von ihm unter der Dusche schießen…

Kann man sich auf jeden Fall ansehen. Zur Zeit leider nur als teurer UK-Import (Französisch mit englischen Untertiteln) zu haben. Aber am 10.12. soll die DVD auch auf dem deutschen Markt erscheinen. So lange kann man sich durchaus noch gedulden!

 

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Kinsey – Die Wahrheit über Sex

kinsey.jpgKinsey

USA, 2004
Regie: Bill Condon
Darsteller: Liam Neeson, Laura Linney, Chris O’Donnell uva.
Trailer

„Jeder 10. Mann ist schwul!“ – Hand hoch: Wer hat diese Behauptung schon mal aufgestellt? Begründet ist diese Behauptung auf den Kinsey-Report. Kinsey war Biologe und Zoologe, der Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre mehrere 1000 anonyme Interviews durchführte, um das Sexualverhalten der Amerikaner zu erforschen und Aufklärung zu betreiben. Er revolutionierte – gegen viele Widerstände – die sexuelle Aufklärung und ist sicherlich mitverantwortlich für die Fortschritte bei der Akzeptanz von Schwulen in der Gesellschaft.

Das Bio-Pic „Kinsey“ beschreibt sein Leben, angereichert mit (teilweise recht witzigen) nachgestellten Interviews. – Die schauspielerische Leistung von Neesom und Linney sind hervorragend. Mit Chris O’Donnell als bisexuellem Assistenten gibt’s auch was fürs Auge.

Kleiner Schönheitsfehler: Kinseys Kritiker haben immer behauptet, er hätte die Statistiken manipuliert, um seine eigene latente Homosexualität zu rechtfertigen. – Was die Manipulation betrifft, so haben seine Assistenten und Nachfolger die Statistiken nach seinem Tod noch einmal überprüft, gesäubert (z.B. hatte Kinsey überproportionale Stricher interviewt) und kamen letztendlich doch zu dem gleichen Ergebnis. Was die latente Homosexualität betrifft, so gab es niemals Beweise dafür. Der Film dagegen stellt diese Behauptungen als wahr dar, was im Prinzip gefundenes Fressen für Kinseys reaktionäre Kritiker wäre. Aber ob das 50 Jahre nach seinem Tod noch eine Rolle spielt? Hoffentlich nicht!

Also, ein filmisch nicht sonderlich aufregender Film, aber ein brauchbares BioPic, das doch jeder mindestens einmal gesehen haben sollte, um zu wissen, wer dieser bedeutende Sexualwissenschafter war!

Kinsey – Die Wahrheit über Sex

TV-Tipp: Abendanzug

tenue-de-soiree.jpg

Wieder einmal zur allerbesten Sendezeit – nämlich heute nacht um 3.05 Uhr – zeigt das ZDF den französischen schwulen Klassiker „Abendanzug“ („Tenue de Soirée“). – Gut, zur Verteidigung des ZDF muß ich sagen, daß es eine Wiederholung von letzter Nacht ist; da lief er ’schon‘ um 0.55 Uhr. Ich habe es leider übersehen.

Tenue de soirée

Frankreich, 1986
Buch & Regie: Bertrand Blier

Abendanzug“ ist ein französischer Film aus dem Jahr 1985 mit Gerard Depardieu, Michel Blanc und Miou-Miou. Es geht um ein Pärchen (Blanc & Miou-Miou), das in erbärmlichen Verhältnissen lebt. Sie (Monique) hat eindeutig die Hosen an. Dann lernen sie Bob (Depardieu) kennen. Der hat alles, was Antoine (Blanc) nicht hat: Durchsetzungsfähigkeit, psychische und physische Stärke, Mut… Und er ist schwul. Gemeinsam gehen die drei auf Einbruchstouren. Und privat macht sich Bob an Antoine heran, wird dabei von Monique noch unterstützt…

Eine ganz nette Komödie mit spritzigen Dialogen („Würde es Dir was ausmachen, Deine Hand aus meiner Hose zu nehmen, solange ich beim Essen bin?“ – „Warum?“ – „Weil es mich stört!“ – „Das erste Mal ist immer störend. Man muß sich daran gewöhnen, damit man es genießen kann!„). Interessant auch, daß mal ausgerechnet der große, starke, selbstbewußte Typ der Schwule ist, während der Hetero schüchtern, unsicher und zickig daherkommt. – Besonders ansehnlich sind allerdings beide nicht!

Also, wer Samstagnacht um 3.05 Uhr nichts besseres zu tun hat, kann sich den Film im ZDF mal ansehen.

 

 

Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme

inowpronounceyouchuckandlarry_poster_2.jpg I now pronounce you Chuck and Larry

USA, 2007
Regie: Dennis Dugan
Darsteller: Adam Sandler, Kevin James, Jessica Biel, Steve Buscheme uva.

Trailer

Chuck und Larry sind Feuerwehrleute und beste Freunde. Während Larry immer noch seiner vor Jahren verstorbenen Frau nachtrauert, ist Chuck ein Frauenheld. Wegen einer Lebensversicherung, deren Umschreibung Larry nach dem Tod seiner Frau versäumt hat, kommt er auf die Idee, zum Schein mit Chuck eine eingetragene Partnerschaft einzugehen. Der ist davon natürlich erstmal gar nicht begeistert, läßt sich aber dazu überreden, weil er Larry was schuldet, nachdem der ihm das Leben gerettet hat.

Zunächst scheint die Ehe zum Schein noch ganz einfach, aber nachdem solche eingetragenen Partnerschaften regelmäßig kontrolliert werden und sich ausgerechnet der gefürchtete Kontrolleur Clinton Flitzer sich ihrer annimmt, müssen die beiden ihre Partnerschaft glaubhafter machen und fortan Tisch und Bett teilen.

Erschwerend kommt hinzu, daß Chuck sich in ihre gemeinsame Anwältin verliebt. Larry einen Teil seines Reliquienschreins Hauses räumen muß, um Platz für Chuck zu machen. Und obendrein Larrys Sohn auch noch alle Anzeichen zeigt, schwul zu sein…

Tja, was soll man groß erwarten? Ein Klischee jagt das andere. Da werden alle erdenklichen Minderheiten aufs Korn genommen. Nicht nur Schwule. Auch über Asiaten wird sich lustig gemacht (Rob Schneider als solcher kaum erkennbar in der Rolle des lispelnden asiatischen Standesbeamten. Wobei sein running Gag „A ring is like a circle, it goes on forever. It’s not like a triangle, triangle have corners. It’s like a circle“ ja schon irgendwann witzig wird…), frauenverarchtend ist es obendrein, dazu noch ein bißchen Rassismus in Gestalt der muskelbepackten und – nach dem Outing – tuntigen Ving Rhames. Von Dicken, die furzen und sich nicht mehr bewegen können, ganz zu schweigen.

Die Pluspunkte: Wenigstens fallen die beiden Hauptdarsteller in ihrer Rolle nicht in tuntige Affektiertheit; zumindest nicht im Original (in der Synchronisation sieht’s da schon übler aus, wenn ich mir den Trailer so ansehe). Jessica Biel ist erwachsen geworden und bringt eine gute schauspielerische Leistung. Es spielen einige Schauspieler in Nebenrollen mit, die in Hollywood längst als schwul geoutet sind. Der Soundtrack ist ganz okay. Und ansonsten bemüht sich Regisseur Dennis Dugan ja doch immerhin, eine gewisse Ernsthaftigkeit hinter den Pennälerhumor zu bringen und Sympathien für Schwule und ihrer Probleme mit und in der Gesellschaft zu schaffen. Auch wenn natürlich das fallengelassene Stück Seife in der Gemeinschaftsdusche nicht fehlen darf (ach, wir originell!). Und anscheinend das Küssen eines anderen Mannes noch immer das Widerlichste ist, was ein Hetero sich vorstellen kann.

Leider bleibt – wie gesagt – zu befürchten, daß die deutsche Synchronisation auch noch das letzte Quentchen Qualität zunichte macht. Allein schon die Tatsache, daß Kevin James – wie im Trailer zu sehen – das Wort „Schwuchtel“ in den Mund nimmt (nachdem er im Original zuvor erst Chuck zusammengestaucht hat, als dieser „Faggot“ sagt, und sie später einen Taxifahrer verprügeln, der sie als „Faggots“ beschimpft), läßt Böses erahnen.

Wenn man den Film als Schwuler (oder Asiat oder Dicker oder Frau oder Schwarzer….) insgesamt nicht sonderlich lustig findet, heißt das nicht, daß man keinen Humor hätte oder nicht über sich selbst und über Stereotypen lachen könnte. – Es gibt andere Komödien – wie „In & Out“ oder „Birdcage“- die da wesentlich besser gemacht sind. – Kevin James ist auch durchaus erträglich und stellenweise tatsächlich witzig. Aber der primitive Humor von Adam Sandler stört bei einem Film mit dieser Thematik noch mehr als in seinen sonstigen Filmen. Wer damit was anfangen kann, der kann sich den Film dann auch durchaus anschauen.

Kinostart am 27. September

 

 

History Boys

history_boys_die.jpgThe History Boys

UK, 2006
Regie: Nicholas Hytner
Darsteller: Richard Griffiths, Russell Tovey uva.

Trailer

An einer Schule in England sollen acht begabte Schüler aus der Unterschicht darauf getrimmt werden, die Zulassung für die Elite-Colleges Cambridge und Oxford zu erhalten. Der Unterrichtsschwerpunkt ist dabei Geschichte. Der Geschichtslehrer, von allen „Hector“ genannt (wunderbar gespielt von Richard Griffiths, der vielen als fieser „Onkel Vernon“ in Harry Potter bekannt sein dürfte), wird von den Schülern geliebt. history-boys-3.jpgVor allem auch, weil er weniger Wert auf die Geschichtskenntnisse legt (die Jungs glauben sowieso, schon alles zu wissen), sondern es ihnen durchgehen läßt, daß sie in seinem Unterricht lieber Film- und Theaterszenen nachspielen. Ihm ist es recht, solange nach dem Unterricht sich jeweils einer der Schüler von ihm auf seinem alten Moped nach Hause bringen und dabei ein bißchen betatschen läßt.

Dem ehrgeizigen Direktor ist der lasche Unterricht ein Dorn im Auge. Und so stellt er den neuen jungen Lehrer Irwin ein. Der krempelt den Unterricht kräftig um und stellt die Schüler vor neue Herausforderungen.

Hector wird schließlich von einer übereifrigen alten Jungfer angeschwärzt, weil sie beobachtet hat, wie dieser seinen Beifahrer befingert. Der offen schwule Schüler Posner (der autobiographische Züge des Autors Bennett trägt) ist schwer verliebt in den coolen Schulplayboy Dakin. Dieser wiederum macht sich überraschendeweise an Irwin heran, der anfangs zurückhaltend reagiert, sich dann aber ebenfalls als schwul entpuppt und ein würdiger Nachfolger Hectors werden könnte.

history-boys-2.jpgDie wichtigste Frage am Ende bleibt natürlich, ob die Jungs die Zulassung zu den Elite-Schulen erhalten oder nicht.

 

Nach dem mit Preisen überschütteten Bühnenstück von Alan Bennett, der auch das Drehbuch für den Film schrieb, schuf Nicholas Hytner eine schöne, kurzweilige Tragikkomödie. Beeindruckend vor allem die schauspielerische Leistung (was nicht weiter wundert, da die Crew fast vollständig mit der ursprünglichen Theatercrew besetzt wurde). Und natürlich der Soundtrack aus den 80er Jahren. Teilweise dramatisch, aber nicht so schmalztriefend wie „Der Club der toten Dichter“ (den ich zugegebenermaßen trotzdem liebe!), auch wenn er sich einige Vergleiche wohl gefallen lassen muß. Die braucht er aber nicht zu fürchten.

Homosexualität ist in diesem Film zwar nur eine Randerscheinung, trotzdem gehört er in jede schwule Videothek. Erscheint voraussichtlich am 24.09. auf DVD. Oder jetzt schon als UK-Import bestellen (aber Warnung: Dieses gesprochene Englisch erfordert schon höchste Konzentration!).

 

Danny in the Sky

danny-in-the-sky.jpegDanny in the Sky (OmU)

Kanada, 2001
Regie: Denis Lanlois
Darsteller: Thierry Pépin, Daniel Lortie, Jessie Beaulieu uva.

Trailer

Der 19jährige Danny hat seit seiner Kindheit nur einen Traum: Ein männliches Supermodel zu werden. Das Aussehen dazu hat er (mal von der fürchterlichen Frisur abgesehen), die Connections ebenfalls. Also ist er gerade auf dem besten Weg.

Seine Mutter ist tot, zu seinem schwulen Vater (der seinen offen schwulen Lebensstil für seinen Sohn aufgab, was Danny aber nicht zu würdigen weiß) hat er ein gestörtes Verhältnis. Als der Vater herausfindet, daß Danny anstatt zur Schule zu gehen lieber als Fotomodel arbeitet, kommt es zu einem Krach. Danny zieht aus. Mit im Handgepäck: Seinen Cousin Jonathan, der ihm bald sowohl die Freundin, als auch die Top-Position in der Model-Agentur streitig macht. Was Danny aber zu verhindern weiß. Böser Junge! Und prompt folgt der Abstieg: Bald muß er sich als Stripper durchschlagen, dann landet er auch noch beim (Hetero-)Pornofilm.

Okay, die Darsteller sehen ja ganz nett aus und zeigen auch viel Fleisch. Und das waren dann auch schon die Vorteile des Films. Die Story ist keine. Und die Schauspieler sind einfach grottenschlecht. – Also auch nicht besser als Lanlois‘ Vorgängerfilm „L’escorte„.

Sex wird zwar ansatzweise auch geboten, aber nur in heterosexueller Form. Denn die Jungs sind allesamt hetero (wer’s glaubt…). Die einzig schwule Figur ist der Vater. Zwar duftet es schon sehr nach schwulen Pheromonen, aber trotzdem hat der Film eigentlich unter dem Label „Gay & Lesbian“ – wie er überall eingestuft wird – nichts zu suchen.

Fazit: Wegen der netten, nackten Jungs kann man ihn sich notfalls mal ansehen. Besser wäre allerdings ein Griff in die Porno-Kiste. Hat man mehr davon. Und die „Schauspieler“ sind dort auch nicht viel schlechter.
Danny in the Sky

Brüderliebe

bruderliebe.jpgLe Clan (des hommes) (OmU)

Frankreich, 2004
Regie: Gaël Morel
Darsteller: Nicolas Cazalé, Stephane Rideau, Thomas Dumerchez uva.

Manchmal habe ich den Eindruck, französische „schwule“ Filme handeln immer von nordafrikanisch-stämmigen jungen Männern die vorzugsweise oben ohne herumlaufen. Kann aber auch nur Zufall sein. Naja, stört auch nicht unbedingt!

Wobei „Brüderliebe“ nicht direkt ein schwuler Film ist, auch wenn es vor versteckter Homoerotik nur so strotzt. – Vielmehr ist es ein Familiendrama.

Aufgeteilt in drei Kapitel beleuchtet der Film die drei Brüder Marc, Christophe und Olivier kurz nach dem Tod ihrer Mutter. Angefangen mit Marc, dem mittleren Bruder. Er nimmt Drogen, ist ein Tagedieb und weiß mit seinem Leben nichts anzufangen. Er legt sich mit Drogendealern an, die ihn zusammenschlagen und schließlich zwingen, seinen geliebten Hund über die Brüstung einer Brücke zu werfen (sehr ergreifende Szene). Daraufhin hat er nur noch Rache im Sinn, für die er trotz seines Machogehabes aber nicht Manns genug ist, weswegen er darauf wartet, daß sein älterer Bruder Christophe aus dem Gefängnis entlassen wird.

Um eben diesen geht es im zweiten Kapitel: Christophe wird aus dem Gefängnis entlassen und will endlich ein geregeltes Leben führen. Er arbeitet in einer Fleischfabrik, findet eine nette Freundin und will das bisherige Leben hinter sich lassen.

bruderliebe-2.jpgIm dritten Kapitel geht es um das Nesthäkchen Olivier. Er stellt fest, daß er schwul ist. Verliebt sich in einen algerischen Jungen aus seiner Clique. Sie verbringen eine schöne Zeit miteinander, aber aus unerfindlichen Gründen (zumindest ich habe es nicht ganz verstanden; ich kann nur annehmen, daß es wegen Marc war, der nach einem Unfall auf Hilfe angewiesen ist) beendet er die Beziehung. Sein Liebhaber Hicham geht nach Paris.

Natürlich überschneiden sich die drei Kapitel. Und eine kleine Nebenrolle spielt noch der Vater, der mit den Jungs – vor allem mit dem aufsässigen Marc – völlig überfordert ist. Erst als Christophe, also ausgerechnet „das schwarze Schaf“, aus dem Gefängnis entlassen wird, kommt wieder eine Art Familienleben zustande.

Insgesamt sicher kein „Good feel“-Movie. Man muß schon in der richtigen Stimmung sein, um den Film genießen zu können. Aber wenn man entsprechend aufnahmebereit ist, ein durchaus sehenswerter Film. Sehr bewegend. Dramatisch. Und natürlich auch erotisch. Denn wie gesagt: Die Jungs geizen nicht mit ihren Reizen. Und da es ein französischer Film ist, leidet der Kameramann auch nicht an Prüderie.

Brüderliebe – Le Clan (OmU)